GEDANKEN

Jeder Mensch ist anders, jeder Ort ist anders, jede Aufgabe ist anders.

Atmosphärische Unterschiedlichkeit ist entscheidend für das Wohlbefinden des Menschen und seine Identität. Nicht Gleichschaltung, sondern Gleichwertigkeit ist eine unserer tragenden Entwurfsideen.

Wir möchten unverwechselbare Orte schaffen, wo der Mensch im Mittelpunkt steht und die Natur zu ihrem Recht kommt.

Wir versuchen schonend mit den Dingen umzugehen, sie sparsam einzusetzen. Wir möchten nicht den Menschen und den Dingen etwas aufzwingen, was ihre Möglichkeiten und Kräfte über- oder auch unterfordert, so dass sie sich wehren müssten. Die Architektur sollte sich deshalb aus sich selbst entwickeln, das Alltägliche erfüllen, sich nicht aufdrängen, trotzdem das Individuelle achten.

Innen und Außen müssen miteinander korrespondieren, Zwischenräume sind so wichtig wie Innenräume. Jede Himmelsrichtung hat eine spezifische Wertigkeit und schlägt sich deshalb im Entwurfsansatz nieder. Besonders deutlich wird dies bei der Nutzung solarer Energien und des Tageslichtes für Arbeitsplätze und in den Schulklassen, die wir mit besonderer Sorgfalt und vermehrtem Umfang planen und sanieren.

Materialien wählen wir nicht nur nach bautechnischen, sondern auch nach ökologischen und gesundheitlichen Aspekten aus. Ihre Stofflichkeit soll helfen, Material und Konstruktion zu verstehen und durch die vielfältigen Varianten ihres Einsatzes die in den Dingen steckende Möglichkeit vor Augen zu führen. Holz ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Material, das wegen seiner CO2-Neutralität  sowohl für Konstruktion als auch für den Ausbau bevorzugt wird. Es schafft darüber hinaus eine angenehme Atmosphäre mit positiver Imagebildung. Zunehmendes Gewicht haben für uns die Stichworte bekommen, die in Zeichnungen nicht unmittelbar erkennbar sind, aber dennoch die Grundlage bilden für Entwurf und Ausführung, wie z.B. Nachhaltigkeit, Verdichtung, Energie, Ökonomie, Ökologie, Soziales und Pädagogik. Aufstockung und Erhaltung von vorhandener Substanz schafft wünschenswerte Dichte ohne weiteren Grundstücksverbrauch und in der Regel als großen Vorteil kurze Wege im Innern. Die Dichte fördert lernen und erinnern und damit gemeinsame Identifikation jenseits aller Ungleichheit - sie bewirkt eine neue Struktur und Verfeinerung der Gemeinschaft. Dichte ist vor allem für Ballungsräume unabdingbar geworden.

Wir möchten, dass die Benutzer ohne Schwellenangst in die Gebäude gehen und dieser Ort nicht nur in Erinnerung bleibt, sondern sogar als Miterzieher im Schulbau z.B. wirken kann.

Wir hoffen, dass das Gebaute das Gedachte zum Ausdruck bringt, dass Menschen und Häuser in einen Dialog kommen. Wir denken weiter darüber nach und hoffen auf eine erfreuliche Umsetzung in nachhaltig Gebautes.