Berufsschulzentrum Weilheim

Neubau des Berufsschulzentrums in Weilheim

Auftraggeber: Landratsamt Weilheim
Beauftragung: VOF-Verfahren, LPH 1-9 ARGE mit IMP Ingenieure
Fertigstellung: September 2020

BRI:  98.115 m3
BGF: 18.230 m2

Projektbeschreibung:

Auf dem Grundstück am Narbonner Ring soll eine technisch – gewerbliche Berufsschule für ca. 1700 Schüler/innen und mind. 50 Lehrern und Fachkräften errichtet werden.
Die große Bandbreite an Ausbildungsberufen umfasst die Metalltechnik mit Feinwerkmechaniker, Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker, Zerspanungsmechaniker, Metallbauer, Konstruktionsmechaniker, die Anlagenmechaniker für Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik, den Kfz- Bereich mit Mechatroniker und Landmaschinenmechaniker, die Holz- und Bautechnik  mit Schreiner, Maurer und Zimmerer, sowie den Fachbereich Farbe-Gestaltung der Maler und Lackierer sowie die Agrarwirtschaft mit Landwirtschaft und Gärtner.
Die Berufsschule soll eine identitätsstiftende Architektur erhalten, die sich auf die innenräumliche Organisation und Funktion überträgt und ein schlüssiges Gesamtkonzept erwarten lässt.
Eingehender untersucht wurden im Vorfeld 4 verschiedene Grundkonzepte. Die Entscheidung fiel mit deutlicher Mehrheit auf politischer, fraktionenübergreifender Ebene für das Konzept „Spange“, dessen ausdrucksstarker Baukörper das Grundstück großflächig besetzt und den Ortseingang Weilheim als Solitär markiert.
Der 2-geschossig gegliederte Baukörper öffnet sich nach Süden über einen Vorplatz zur Stadt, nach Norden leiten die Gebäudeflanken in spielerischer Geste in die Landschaft und umschließen den Innenhof der als Art Gewerbehof die Außenfunktionen und Freiflächen der Berufsschule beherbergt. Im östlichen Teil des Grundstücks befinden sich die Parkflächen.
Die Haupterschließung erfolgt über den südlichen Vorplatz, an dem die zentralen Bereiche wie Mensa, Aula und Verwaltung untergebracht sind.
Die interne Verteilung erfolgt über kurze Wege von diesem zentralen Knoten in die östlichen bzw. westlichen Arme der Werkstattbereiche – damit ist eine witterungsgeschützte Erschließung aller unterschiedlicher Fachbereiche gegeben.
Durch die vielfältige Orientierung des Baukörpers wird die Großform gebrochen und maßstäbliche Einzelformen ausgebildet. Auskragungen einzelner Gebäudeteile gliedern das Gebäude in der Höhe und lassen die verschiedenen Funktionen ablesbar erscheinen.