Grund- und Mittelschule Unterhaching

Neubau einer 5-zügigen Grundschule, 2-zügigen Mittelschule mit Ganztagesangebot und einer 3-fach Sporthalle. 5 Häuser an einer gemeinsamen Erschließungsachse mit je 4 Klassen. Diese können flexibel für neue pädagogische Ansätze genutzt werden.

Auftraggeber: Gemeinde Unterhaching
Beauftragung: VOF-Verfahren mit integriertem Wettbewerb
Fertigstellung: Januar 2014
BRI: 59.355 m3
BGF:12.493 m2

Projektbeschreibung:

In den beiden Obergeschossen sind 33 Regelklassen mit Gruppenräumen untergebracht. Im 2. OG befinden sich zusätzlich zu den Regelklassen die Lehrküche, Förderzimmer und Gruppenräume für die Sozialarbeit.

Die Grundidee des Entwurfs basiert auf einer differenzierten Baukörperausbildung und der inhaltlichen Idee von thematisierten Einzelhäusern, die an einer Erschließungsspange versetzt aufgefädelt sind. Der übergeordnete Gedanke wird geprägt durch die Identifikation der Schüler mit „ihrem Haus“.

Auf einem rechteckigen Grundstück liegt der Pausenhof eingebettet zwischen Schule und Sporthalle. Entlang der Nordgrenze, worüber der Zugang auf das Grundstück erfolgt, sind sowohl Fahrradabstellplätze und Gerätehaus als auch die Sportanlagen mit Tartanbahn und Allwetterplatz angeordnet. Über einen Vorplatz wird die Schule über eine zentrale Halle, die von einer weitgespannten Schalenkonstruktion überspannt wird, erschlossen.

Von hier aus werden alle Sondernutzungen wie Aula, Mensa, Lehrerzimmer, Ganztagesbereich und Fachklassen im EG erreicht. Die Aula als Versammlungsstätte kann durch mobile Trennwände mit der Mensa und dem Ganztagesbereich erweitert werden. Zwischen den Häusern entstehen im EG Höfe, die als Themenhöfe landschaftsarchitektonisch individuell gestaltet und von den Fachklassen für den Unterricht unter freiem Himmel genutzt werden können.

Eine Erschließungsmagistrale mit hohen Aufenthaltsqualitäten und individuellen Lern- und Aufenthaltsbereichen verbindet die einzelnen Häuser. Diese bieten durch ihre Struktur einen hohen Identifikationsgrad und wirken durch klare, übersichtliche Raumgestaltung als „stiller Erzieher“ mit. Im Hinblick auf zukünftige, neue Lernkonzepte ist die Raumgestaltung so angelegt, dass auch moderne, neue Lehrraumstrukturen innerhalb eines Bausteins realisiert werden können. So entsteht eine möglichst hohe Flexibilität in der räumlichen Nutzung.