Kooperationseinrichtung am Kiefernwald München

Neubau einer Kooperationseinrichtung am Kiefernwald

Auftraggeber: Landeshauptstadt München
Beauftragung: Direktauftrag, LPH 1-9 (1. Stufe: Forschungsauftrag gemeinsam mit Prof. Univ. Kaufmann)
Fertigstellung: August 2012

BRI: 4.607 m3
BGF: 1.095 m2
 
Projektbeschreibung:

Die Kindertageseinrichtung ist ein zweigeschossiger, annähernd quadratischer Baukörper mit 3 Kindergarten- und 2 Kinderkrippengruppen im Bebauungsgebiet „Am Kiefernwald“ in München-Freimann.
 
Auf Grund der Vorgaben des Bebauungsplans (Baulinien) liegt das Gebäude direkt an der nördlichen und westlichen Grundstücksgrenze. Südlich des Baukörpers erstreckt sich die auf dem Grundstück gelegene Freispielfläche für Kinder. Östlich und westlich schließt eine mehrgeschossige Wohnbebauung an.
 
Die Kooperationseinrichtung wird über den nordwestlichen Hauptzugang mit Windfang und Kindergartenabstellraum erschlossen und bindet eine zentral angeordnete zweigeschossige
Halle mit Oberlichtern an. Südlich der Halle befinden sich alle Kindergarten-, Krippenräume und der Mehrzweckraum. Die Nebenräume sowie die Küche und Personalräume sind an der Nord-, Ost- und Westfassade angegliedert. Das Gebäude wird zusätzlich über einen
behindertengerechten Aufzug erschlossen.
 
Der Neubau ist in seiner Haupttragstruktur ein Massivbau aus Mauerwerkswänden, die Stahlbetonfiligrandecken tragen. Die Fassade besteht aus einer vertikalen, hinterlüfteten
Holzverschalung der geschlossenen Fassadenteile an der Ost-, West- und Nordfassade. Als prägendes Element sind hier rote Schiebeläden aus Hochdrucklaminatplatten angebracht. Die Südseite ist geschosshoch mit Ausnahme des Brüstungsbereiches verglast und vor zu
großem Wärmeeintrag im Sommer durch einen Balkon bzw. Vordach geschützt. Zusätzlich ist ein herunterfahrbarer Sonnenschutz vorgesehen.
 
Energiekonzept:
 
Nebenräume mit geringerem Fensterflächenanteil sind nach Norden, Osten und Westen, Aufenthaltsräume mit großzügiger Verglasung nach Süden orientiert. Die große Kompaktheit des Gebäudes hat eine geringe Hüllfläche zur Folge. Es wird ein höherwertiger Dämmstandard und eine hohe Dichtheit der Bauteilanschlüsse nach ENEV 2009 sowie der energiewirtschaftlichen Stellungnahme des Baureferates vorgesehen. Zusätzlich wird auf dem begrünten Dach eine Photovoltaikanlage vorgesehen.